Die Gestaltung eines Badezimmers beschränkt sich nicht nur auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Es geht auch darum, jedem Nutzer ein sicheres und selbstbestimmtes Badeerlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie als Facility Manager, Bauunternehmer oder Architekt mit dem Bau eines funktionalen Badezimmers in einer Einrichtung oder einem Gewerbeobjekt beauftragt sind, ist es daher entscheidend, den grundlegendsten Schritt dieses Prozesses zu verstehen: die Norm für eine barrierefreie Duschwanne. Die Duschwanne bildet die Basis für Barrierefreiheit im Badezimmer. Ist diese Basis optimal gestaltet, sind auch alle anderen Sicherheitsmerkmale – von Haltegriffen bis hin zu Sitzen – perfekt und funktionsfähig.
Beim Bau eines Badezimmers definiert der Americans with Disabilities Act (ADA) die rechtlichen Grundlagen, um Diskriminierung zu verhindern und die Nutzbarkeit des Raumes zu gewährleisten. Die wahre Funktionalität liegt jedoch in der Auswahl der Produkte, die nicht nur die Einhaltung strenger Vorschriften sicherstellen, sondern auch Langlebigkeit und Ästhetik garantieren. In diesem Leitfaden erläutern wir die technischen Spezifikationen, baulichen Anforderungen und Materialinnovationen, die für die Gestaltung einer hochwertigen, barrierefreien Duschwanne im Badezimmer entscheidend sind.
Die barrierefreie Gestaltung einer Duschwanne gemäß ADA-Richtlinien erfordert mehr als nur die Einhaltung vorgegebener Maße. Es geht vielmehr darum, einen Duschraum zu schaffen, der die Nutzung für den Benutzer so einfach wie möglich macht. Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, müssen strenge Vorschriften und Normen erfüllt werden, damit der Raum für Menschen mit unterschiedlicher Mobilität, insbesondere Rollstuhlfahrer, nutzbar ist. Hauptziel ist die Beseitigung von Barrieren und häufigen Gefahren wie Ausrutschen, Stolpern oder Wasseransammlungen.
Im Zentrum der ADA-Konformität steht die Schaffung einer stabilen, festen und rutschfesten Duschwanne. Der empfohlene statische Reibungskoeffizient lag bei mindestens 0,6 für ebene und nasse Oberflächen. Die frühere Empfehlung für nasse, ebene Oberflächen lag ebenfalls bei einem statischen Reibungskoeffizienten von 0,6. Diese Richtlinie wurde mittlerweile zum modernen ANSI-A326.3-Standard weiterentwickelt, der einen dynamischen Reibungskoeffizienten (DCOF) von mindestens 0,42 für Oberflächen empfiehlt, die mit Nässe in Berührung kommen. Dadurch wird die Rutschfestigkeit auch bei Nässe gewährleistet. Weitere erforderliche Eigenschaften der Duschwanne, die die Sicherheit gewährleisten, sind im Folgenden aufgeführt:
Eine der wichtigsten Anforderungen an die Einhaltung der Vorschriften ist, dass der Duschbereich den Transferweg nicht behindern darf. Das bedeutet, dass der Einstieg in die Duschwanne frei von jeglichen Blockaden oder Hindernissen sein muss, die den Transfer vom Rollstuhl auf den Duschsitz erschweren könnten. Dazu gehört, dass jegliche Abtrennungen oder Vorhänge vermieden werden müssen, die den Zugang zu den Bedienelementen oder dem Sitz selbst versperren.
Wenn es um Barrierefreiheit geht, ist eine einheitliche Größe nicht für alle geeignet. Das ADA-Gesetz definiert verschiedene Duschkonfigurationen mit unterschiedlichen Abmessungen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse von Nutzern mit unterschiedlichen Mobilitätsanforderungen erfüllt werden.
Befahrbare Duschwannen sind Standard für Rollstuhlfahrer, die während des Duschens im Rollstuhl sitzen bleiben. Der Innenraum einer barrierefreien Duschwanne muss mindestens 152 cm breit und 76 cm tief sein. Diese 152 cm sind entscheidend, da sie das Wenden und Manövrieren mit dem Rollstuhl ermöglichen. In Pflegeeinrichtungen werden jedoch häufig 91 cm x 152 cm bevorzugt, um ausreichend Platz für eine Pflegekraft zu bieten.
Transfer-Duschwannen sind für Benutzer konzipiert, die vom Rollstuhl auf einen Duschsitz umsteigen können. Die Abmessungen von Transfer-Duschwannen sind im Vergleich zu barrierefreien Duschwannen geringer. Letztere benötigen eine Grundfläche von mindestens 91 x 91 cm (36 x 36 Zoll), um sicherzustellen, dass der Raum kompakt genug ist, damit der Benutzer im Sitzen die Bedienelemente und Haltegriffe an der gegenüberliegenden Wand problemlos erreichen kann.
Der Platz außerhalb der Duschwanne ist genauso wichtig wie der Platz darin. Um einen barrierefreien Zugang zu gewährleisten, muss eine Fläche von mindestens 76 x 122 cm (30 x 48 Zoll) vorhanden sein, damit Rollstuhlfahrer die Dusche sicher erreichen und der Transfer möglichst sicher und ohne Hindernisse erfolgen kann.
Die oben genannten Größen stellen lediglich die Mindeststandards dar. Für ein deutlich luxuriöseres Badezimmer, das auch für unterschiedliche Körpertypen und größere Mobilitätshilfen wie beispielsweise Bariatrie-Rollstühle geeignet ist, bieten sich größere und universellere Optionen wie 42 x 60 Zoll oder 48 x 48 Zoll an, um eine bessere Zugänglichkeit zu gewährleisten. Bei innovativen Modellen, beispielsweise mit zwei Eingängen, eignet sich eine Fläche von 66 x 36 Zoll hervorragend für gewerbliche Badezimmer oder exklusive Räumlichkeiten, in denen Benutzerfreundlichkeit höchste Priorität hat.
Für die barrierefreie Zugänglichkeit einer ADA-konformen Duschwanne stellt der Wannenrand das größte Hindernis beim Ein- und Ausstieg dar. Obwohl der Wannenrand wichtig ist, gibt es hier klar definierte Schwellenwerte, die die Zugänglichkeit für die Nutzer gewährleisten.
Um einen barrierefreien und mühelosen Einstieg zu gewährleisten, ist eine bodenebene Duschwanne die beste Lösung. Dadurch ist der Einstiegsbereich der Duschwanne ebenerdig mit dem Badezimmerboden, wodurch die Sturzgefahr vollständig beseitigt wird. Dies ist nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Menschen mit Sehbehinderung von Vorteil.
Die Schaffung eines barrierefreien Zugangs bei einem Neubau ist unkompliziert, aber bei Renovierungen, um eine Duschwanne ADA-konform zu gestalten, ist das Ausgraben über bestehenden Betonplatten möglicherweise nicht möglich.
Eine der größten Sicherheitsrisiken durch Wasseransammlungen in der Duschwanne ist die Rutschgefahr. Um die Anforderungen der ADA (Americans with Disabilities Act) zu erfüllen, ist ein steiles Gefälle erforderlich, das den Wasserabfluss gewährleistet und gleichzeitig die Stabilität der Oberfläche für Rollstuhlfahrer sicherstellt.
Die ADA-Richtlinien schreiben vor, dass das Gefälle einer Duschwanne 1:48 nicht überschreiten darf, was ungefähr 1/4 Zoll pro Fuß entspricht.
Die Oberflächenstruktur spielt eine entscheidende Rolle für die Rutschfestigkeit. Eine leicht raue, typischerweise mikrotexturierte Oberfläche ist ideal, um die nötige Reibung zu gewährleisten und so ein Ausrutschen bei Nässe zu verhindern. Gleichzeitig sorgt sie für einen festen Untergrund und damit für mehr Bewegungsfreiheit, insbesondere für Rollstuhlfahrer.
Eine Duschwanne für Menschen mit Behinderung muss deutlich höheren Belastungen standhalten als eine herkömmliche Duschwanne. Um sicherzustellen, dass eine barrierefreie Duschwanne das Gewicht des Nutzers, eines schweren Elektrorollstuhls und gegebenenfalls einer Pflegeperson tragen kann, muss sie den Anforderungen des ADA (Americans with Disabilities Act) entsprechen.
Die ADA-Richtlinien schreiben vor, dass Haltegriffe und Sitze einer minimalen konzentrierten Last von 250 Pfund standhalten müssen, die Duschwanne selbst sollte jedoch in der Lage sein, deutlich höheren dynamischen Belastungen standzuhalten.
In gewerblichen Bereichen, wo Duschwannen häufig genutzt werden, sollten diese riss-, abplatz- und wasserbeständig sein. Ursachen hierfür sind meist Montagefehler. Vorgefertigte, nivellierte Konstruktionen verhindern Hohlräume und unebene Stellen in der Wanne, die sonst zu Rissen führen könnten.
Bei einigen der modernsten Premium-Sitzwannen werden anstelle von Fiberglas Mineralwerkstoffe wie Kunstmarmor verwendet. Die dichte und homogene Struktur dieser Verbundwerkstoffe verhindert Spannungsspitzen, die das Gewicht von Rollstuhl, Benutzer und sogar Pflegekraft tragen können, während dünnere Materialien sonst durchschlagen würden.
Eine nachgiebige Pfanne bildet die Grundlage, aber ihre inneren Eigenschaften bestimmen ihre Leistungsfähigkeit.
Die Optik spielt nicht nur für die ästhetische Wirkung eines Badezimmers eine wichtige Rolle, sondern auch der richtige Kontrast ist entscheidend für die Abgrenzung des Duschbereichs. Achten Sie auf Farbkontraste, die für sehbehinderte Nutzer gut geeignet sind und die Farbunterscheidung erleichtern.
In einer Duschwanne. Das gewählte Material bestimmt Lebensdauer, Hygiene und Wartungskosten.
Für barrierefreie Duschwannen sind Kunstmarmorarten eine der bevorzugten Optionen für Badezimmer, insbesondere in gewerblichen Bereichen.
Für den Bau einer Duschwanne können zwar auch andere Materialien verwendet werden, diese haben jedoch ihre eigenen Nachteile. Fliesen bieten zwar große Gestaltungsmöglichkeiten, doch die Fugen können während der Installation Bakterien und Schimmelpilze beherbergen, was die Hygiene erschwert. Fiberglas oder Acryl sind zwar leicht und günstig, aber weniger haltbar, da sie unter der Belastung durch einen Rollstuhl leicht verkratzen, vergilben und reißen können.
Ohne fachgerechte Installation kann selbst das beste Produkt seine Funktion nicht erfüllen. Nachfolgend finden Sie einige Tipps zur Installation und Wartung, damit Ihre Duschwanne nicht nur den ADA-Richtlinien entspricht, sondern auch jahrelang hält.
Eine sinnvolle Investition in ADA-konforme Duschwannen sichert einen Nutzen, der über die gesetzlichen Sicherheitsstandards hinausgeht.
Der Bau einer barrierefreien Duschwanne bietet zahlreiche Vorteile – nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Menschen mit Behinderungen. Eine barrierefreie Duschwanne macht Badezimmer zugänglicher, sicherer und funktionaler und verbessert gleichzeitig das Design und die Ästhetik des Raumes. Wenn Sie also Architekt, Manager oder Geschäftsinhaber sind und eine Gewerbeimmobilie oder eine Wohnung barrierefrei gestalten möchten, beachten Sie die Vorgaben hinsichtlich Größe, Schwellenhöhe, Gefälle, Material und Design genau, um ein sicheres Duscherlebnis für alle zu gewährleisten.
Für hochwertige, langlebige Lösungen, die diese Standards übertreffen, sollten Sie das Sortiment an Kunstmarmorprodukten von KingKonree in Betracht ziehen. Ihre barrierefreien Duschwannen nach ADA-Richtlinien bieten die perfekte Kombination aus Individualisierung, Hygiene und Stabilität.
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